Das neue D·I·R-Jahrbuch 2019 - 30.10.2020

Im Rahmen des XXXIV. Jahrestreffens der deutschen IVF-Zentren haben Dr. med. Andreas Tandler-Schneider und Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel unter der Moderation von PD Dr. rer. nat. Verena Nordhoff und Dr. med. Ute Czeromin das neue D·I·R-Jahrbuch 2019 vorgestellt.

Das diesjährige D·I·R Jahrbuch steht nicht ohne Grund unter dem Motto “Erfolg ist für uns die Entstehung einer Einlingsschwangerschaft mit gesunder Mutter und gesundem Kind.”. Dazu bieten neue Auswertungen besondere und wichtige Aussagen rund um den “Deutschen Mittelweg”. Vor allem auch ergänzt um Auswertungen zu SET, DET und ihren Mehrlingsraten für Frischzyklen, Auftauzyklen Eizellen im Vorkernstadium und Auftauzyklen Embryonen.

Ein weiteres und exzellentes Highlight ist das diesjährige Schwerpunktthema. Es beschäftigt sich mit der Embryobeurteilung: Was macht den idealen Embryo aus? Unser besonderer Dank für diese Ausarbeitung gilt dabei unserem langjährigen und wieder neuen D·I·R Kuratoriumsmitglied Frau Dipl.-Biol. Verona Blumenauer und ihren Kolleginnen und Kollegen, die dieses Schwerpunktthema möglich gemacht haben!

Aber auch darüber hinaus gibt es in diesem D·I·R Jahrbuch besonders viel Neues:

  • Im Bereich für die Öffentlichkeit neu ergänzt: kumulative Schwangerschaftsraten
  • Aktualisierung der beiden vorherigen Corona-Sonderauswertungen
  • Neu: Übersicht Dokumentationsqualität
  • Erweitert: Behandlungsergebnisse IVF, ICSI (COHS) um IVF und ICSI im natürlichen Zyklus
  • Erweitert: Behandlungsergebnisse Auftauzyklen und TESE um IVF und ICSI mit Spendersamen
  • Überarbeitet: Positive Schwangerschaftsausgänge und Schwangerschaftsverluste
  • Neu: Schwangerschaften kumulativ
  • Neu: Labor-Indizes mit Eizellreife nach Stimulationsprotokoll, Vergleich Implantationsrate und Transfers von D5/6 Embryonen nach Alter zum Zeitpunkt der Kryokonservierung, Implantationsraten D3 und D5 Embryonen und Anzahl der übertragenen Embryonen und Entwicklung der gewonnenen Eizellen IVF und ICSI
  • Neu: Schwangerschaftsraten pro Embryotransfer in Abhängigkeit von Vorerkrankungen und Lifestyle
  • Wieder erweitert: Klin. SS-Raten in Abhängigkeit von der Stimulation
  • Wieder erweitert: Überstimulationssyndrom in Abhängigkeit von Protokollen und Altersgruppen

Auch in diesem Jahrbuch und damit bereits zum zweiten Mal finden Sie die Auswertungen unseres Kooperationspartners FertiPROTEKT Netzwerk e.V., worüber wir uns wieder sehr freuen.

Link zum D·I·R Jahrbuch 2019 deutsch

September 2020: Präsentation Pressekonferenz der Bundesärztekammer

Belastungen von Kinderwunschpaaren minimieren

Die Überarbeitung des bereits 30 Jahre alten Embryonenschutzgesetz an die aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritte und Erkenntnisse ist Inhalt eines Memorandums der Bundesärztekammer (BÄK). Nur so lassen sich unnötige seelische Belastungen von Menschen mit Kinderwunsch vermeiden und gesundheitliche Risiken für werdende Mütter und ihre Kinder minimieren.

Weitere Informationen und Veröffentlichungen zum Thema “Dreier-Regel, Eizellspende und Embryospende im Fokus – Memorandum für eine Reform des Embryonenschutzgesetzes” der Bundesärztekammer finden sich hier.

Präsentation BÄK PK am 02.09.2020, Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel, D·I·R Vorstandsmitglied und Federführender des BÄK-Arbeitskreises „Offene Fragen der Reproduktionsmedizin“

Studie „Ungewollte Kinderlosigkeit 2020“

September 2020: Beauftragt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat das DELTA-Institut Gespräche mit Frauen und Männern zwischen 20 und 50 Jahren geführt und zudem eine repräsentative Befragung von 3.000 weiteren Frauen und Männern ausgewertet. Die Ergebnisse sind ebenso erschreckend sowie erleuchtend und werden hoffentlich in Gesellschaft und Politik gehört werden. So nehmen lediglich 20%, also ein Fünftel der Betroffenen, trotz ihrer Sehnsucht nach einem eigenen Kind, die medizinische Unterstützung zur Erfüllung des Kinderwunsches wahr. Was muss sich ändern? Wo liegen die Hürden?

Hier finden sich weitere Informationen auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie ein pdf-Download der gesamten Studie “Ungewollte Kinderlosigkeit 2020” (10,2 MB).

Download: Hintergrund, Kernpunkte, Ergebniszusammenfassung der DELTA-Studie (130 KB)

Juli 2020: COVID-19 und seine Auswirkungen auf die Reproduktionsmedizin in Deutschland

Sonderumfrage und Sonderauswertung zu „COVID-19 und seine Auswirkungen auf die Reproduktionsmedizin in Deutschland.”

Auswertungszeitraum JANUAR bis JUNI 2020: Das D·I·R hat eine Sonderumfrage sowie zwei Sonderauswertungen unternommen und stellt die Ergebnisse gerne zur Verfügung. Wir danken den D·I·R-Mitgliedern/Zentren, die sich an der qualitativen Umfrage beteiligten und deren Daten wir in die quantitative Auswertung einfließen lassen konnten.

Ein zuammenfassendes Update dieser Sonderauswertung für den Zeitraum JANUAR bis AUGUST 2018 findet sich im D·I·R Jahrbuch 2019 auf Seite 13.

Link zum D·I·R-Mitgliederbereich oder anfordern über geschaeftsstelle@deutsches-ivf-register.de

Juni 2019: Stellungnahme für eine zeitgemäße Gesetzgebung der Fortpflanzungsmedizin in Deutschland

Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Eine Arbeitsgruppe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften hat sich unter der Leitung von Prof. Jochen Taupitz (Universität Mannheim) in den vergangenen Jahren intensiv mit der Situation der Fortpflanzungsmedizin in Deutschland und dem in diesem Bereich vorhandenen Regelungsbedarf beschäftigt.

Die Gruppe konstatiert dabei ausgehend vom wissenschaftlichen Fortschritt in der Reproduktionsmedizin, der deutlich verbesserten empirischen Datenlage sowie den veränderten gesellschaftlichen Vorstellungen zu Familie und Elternschaft seit der Verabschiedung des Embryonenschutzgesetzes 1990 einen erheblichen Reformbedarf.

Die Stellungnahme „Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung“ steht unter dem unten genannten Link zur Verfügung. Zusätzlich gibt es dazu auch ein interaktives Dossier.

Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung

Juli 2018: Genome-Editing (Einsatz neuer gentechnischer Methoden wie CRISPR/Cas9)

Stellungnahme des Deutschen IVF-Registers e.V. (D·I·R)®

Zum Thema Genome-Editing (Einsatz neuer gentechnischer Methoden wie CRISPR/Cas9) und zur Behauptung des chinesischen Forschers Jiankui He über die Geburt zweier mittels Keimbahneingriffs genetisch veränderter Mädchen: Das Deutsche IVF-Register (D·I·R) schließt sich vollumfänglich der Einschätzung und der Verurteilung dieses Experiments am Menschen durch den Deutschen Ethikrat an.

Mitteilung des Deutschen Ethikrats